Drucken

Grundsätzlich sind hier Schluckstörungen, die als Folge eines gestörten Muskelgleichgewichtes auftreten, von organisch bedingten Schluckstörungen zu unterscheiden.

Bei den muskulär bedingten Störungen des Schluckens spricht man auch häufig von einer myofunktionellen Störung. Wobei der Begriff „myo“ für Muskel steht. Gemeint ist also die Funktion der Muskeln, die gestört ist. D. h. vor allem speziell die Zungen- und Gesichtsmuskulatur, die am Schluckprozess beteiligt ist,  hat zu wenig Spannung. Bei einer entsprechenden Schluckstörung drückt die Zunge gegen oder zwischen die Zähne. Da wir am Tag und auch in der Nacht bis zu 2000 mal schlucken, bauen wir durch diese Häufigkeit einen großen Druck auf unsere Zähne und den Kiefer auf. Auch die Zungenruhelage ist in der Regel ebenfalls betroffen und analog zum Schlucken auch vorverlagert.

Beim richtigen Schluckmuster hingegen, transportieren wir die Nahrung mit der Zunge nach oben und üben Druck gegen den Gaumen aus. Symptome für eine myofunktionelle Störung kann z. B. ein fehlender Mundschluss, starker Speichelfluss, ein sehr hoher Gaumen (gotischer Gaumen) oder aber auch ein Lispeln sein.

Organisch bedingte Schluckstörungen treten in der Regel als Folge einer Grunderkrankung auf. Betroffen können sowohl Kinder als auch Erwachsene sein. Beispielsweise kann es bei  einer kindlichen Hirnentwicklungsstörung bei Säuglingen zu einer Ess- und Trinkstörung kommen. Bei Erwachsenen tritt eine Schluckstörung in vielen Fällen als Folge eines Schlaganfalls auf. Aber auch langsam fortschreitende Erkrankungen, wie z. B. Morbus Parkinson können Schluckstörungen bedingen. Herausfließen von Nahrung aus dem Mund, verbleibende Essensreste im Mund, Husten oder Räuspern nach oder bei dem Schlucken, ein gurgelnder Stimmklang, brodelnde Atmung etc. können Symptome einer Schluckstörung sein.